Immer nach Süden | down the Big Sur nach San Diego

Immer nach Süden | down the Big Sur nach San Diego

Die Zeit vergeht so schnell wenns schön ist und darum hatten wir noch gar nicht das Gefühl bereits 1 1/2 Monate unterwegs gewesen zu sein aber der Kalender lügt nicht. Es wird also höchste Zeit so langsam mal nach Mexico zu kommen.

Bevor wir aber auf dem wunderbaren Highway No. 1, entlang der Küste nach Süden rollen, muss ich als alter Nerd unbedingt nach Silicon Valley.

// Nerdtastisch

Im Tal des Silikon sind sämtliche IT Firmen angesiedelt die was auf sich halten und wir sahen die Gebäude von IBM, HP, Microsoft, Twitter (bereits in SF), Apple, Oracle und so weiter und so fort. Leider war es irgendwie weniger spannend als gehofft, denn außer haufenweise indisch aussehender Menschen war bei den meisten Gebäuden nicht viel los. Bei Google haben wir uns aber ein bissel länger die Zeit vertrieben und uns einfach zwei der Google Bikes geschnappt die da rum standen und sind über das große Gelände gefahren. War auf jeden Fall mal witzig und interessant aber so glücklich und entspannt sahen die Leute dort nicht aus. Aber gut, wir laufen auch nicht jeden Tag Freudestrahlend und pfeifend zur Arbeit.

In die Google Gebäude rein zu gehen war schwierig. Freundlich aber bestimmt wurde uns erklärt dass man hier nur mit einem Tutor rein kommt. Also ein Bekannter der für einen bürgt und der einen auch die ganze Zeit begleiten muss. Meine erste Frage darauf hin: Hast du Zeit? Witzig wars aber geklappt hats nicht.

 

// Küstenromantik

Nachdem wir alles inspiziert hatten wechselten wir die Bikes wieder gegen Kalle und fuhren auf dem Highway No. 1, vorbei durch kleine Ortschaften wie Santa Cruz, nach Süden. Unterwegs stoppten wir natürlich immer wieder in den Orten, an den Stränden und Buchten und übernachteten auf Parkplätzen und unter Leuchttürmen.

Als wir unter dem Leuchtturm schliefen hatten wir das erste und einzige Mal Kontakt mit “the Law“. Eine Polizistin klopfte ans Fenster als wir gerade dabei waren zu kochen. Also Essen, kein Meth. Sie erklärte uns, dass es wohl eigentlich nicht erlaubt ist hier einfach so zu schlafen weil es keine Mülltonnen und WCs gibt (also an dem Leuchtturm gabs schon aber so generell), es aber geduldet wird, wenn man weiter zieht und nicht wochenlang an einem Ort steht.

Für uns war das interessant denn wir hatten zuvor mit einem Ranger gesprochen der uns erklärte dass man überall stehen darf solange man nicht auf der Straße steht und es nicht explizit verboten ist. Wie auch immer, wir konnten stehen bleiben, sie wünschte uns viel Spaß und wir genossen unser Essen.

Am darauf folgenden Tag nächtigten wir also wieder auf einem Parkplatz an einer Klippe mit direktem Blick aufs Meer und faulenzenden Robben, als wir am nächsten Morgen von Stimmen neben dem Auto wach wurden. Zwei Männer unterhielten sich angeregt und ich beschloss mal nachzusehen was da los ist. Es stellte sich heraus dass die beiden auf Wale warteten die hier gerade nach Norden vorbei ziehen. Sie kalben von Januar bis März in Mexico und schwimmen dann mit ihren Jungen nach Norden. Wir waren also genau zur richtigen Zeit anwesend und tatsächlich kamen im Verlauf des Morgens noch mehr Leute die sich alle super auskannten. Einer von ihnen war Ranger in einem Park, einer war für die Promotion des Gebiets verantwortlich und die Frau des anderen veranstalte Waltouren. Ich befand mich also in bester Gesellschaft und wurde umfassend über die vorbeiziehenden Vögel, das Ortungssystem und die Wale und Delphine aufgeklärt. Es war auf jeden Fall interessant und tatsächlich kamen auch Wale vorbei.

Trotz meines Tamron 70 – 300mm Objektivs war es mir nicht möglich diese wirklich nah abzulichten. Vor allem da sie die meiste Zeit unter Wasser blieben und nur kurz auftauchten aber es war ein schönes Erlebnis.

Wenn ich damals wußte was ich jetzt weiß, nämlich dass wir in Mexico die unglaublichste Waltour EVER machen dann wäre ich noch entspannter gewesen, aber das ist eine andere Story.

 

Der Weg nach Süden führt konsequent am Meer entlang und bietet viel sehenswertes. Zwei kleinere Stateparks, die Pfeiffer SP bieten ein wenig “Auslauf” für kleinere Spaziergänge. Ebenfalls auf der Route: das Hearst Castle, ein Schloss das ein übertrieben reicher Mann seinem Sohn gebaut hat. In den USA, historisch begründet, natürlich sehr selten aber für uns, die Lui’s Burgen besuchen können, weniger interessant. Wir hättens trotzdem mitgenommen aber es war kein freies Betreten möglich und das Gebiet um das Schloss wurde einfach zum State Park erklärt wodurch man mit einem kostenpflichtigen Shuttle hinfahren muss und Eintritt wollten wir aus den eben genannten Gründen nicht bezahlen also haben wir das geskippt.

McWay Falls im Julia Pfeiffer Burns SP

McWay Falls im Julia Pfeiffer Burns SP. So muss das Paradis aussehen

 

Ohnehin gibt es so viel Schönes auf dem Weg, dass man aus dem Staunen und sich freuen kaum heraus kommt.

 

// Grenznah

Nach ein paar Tagen sind wir in San Diego angekommen. San Diego ist eigentlich ne ziemlich geile Stadt. Hat man so gar nicht auf dem Radar aber da geht gut was ab. Tolles Nachtleben und ziemlich groß, hat uns gut gefallen. Geschlafen haben wir einfach in der Stadt auf einem Parkplatz der über Nacht kostenlos war. Neben an war direkt ein Cafe in dem wir Tags über was getrunken und das WLAN PW abgegriffen haben und schon hatten wir Internet im Kalle.

 

Und das wars dann mit den USA fürs Erste. Nächster Stop – Tijuana, Mexico.

7 Kommentar bisher

  1. Peppie Autor April 27, 2014 (7:04 am)

    Mal wieder tolle Bilder und Geschichten. Komme euch gerne besuchen ;)
    Grüße aus der Heimat.

    Antwort an Peppie
    • mh Autor April 27, 2014 (4:09 pm)

      Danke Peter, dann ab in Flieger oder rüber schwimmen :)
      Grüße an die Heimat!

      Antwort an mh
  2. Markus Autor April 27, 2014 (1:01 pm)

    Hallo, verfolge eure Reise immer mal wieder. Wir haben aus so ein “Kalle” waren aber bis jetzt nur auf Europe beschränkt. Amerika kommt dann noch. Wenn ihr wieder zurück seid und mal durch die Schweiz tourt, besucht uns mal in Bern. Wir würden euch gerne kennen lernen.
    LG Markus

    Antwort an Markus
    • mh Autor April 27, 2014 (4:14 pm)

      Hey Markus,

      ist ja cool. Wenn wir bisher auf dem Trip einen VW Bus gesehen haben haben wir immer gehubt und gewunken. Irgendwie verbindet so ein Bus :) Nehmt euren Bus (ich weigere mich ihn Kalle zu nennen hehe) auf jeden Fall mit in die USA, wir wurden echt mindestens jeden zweiten Tag darauf angesprochen. Kommt dort total gut an.

      Wir sind ja aus Freiburg und Bern ist daher um die Ecke, kommen wir gern mal drauf zurück.

      Grüße aus Mexico

      Antwort an mh
  3. Marc Autor April 27, 2014 (4:44 pm)

    hi mathias,
    schick gemachte seite, schöne bilder. euch weiterhin eine gute zeit…
    grüße aus freiburg

    Antwort an Marc
    • mh Autor April 27, 2014 (4:46 pm)

      Cool dass du hier vorbei schaust Marc. Danke für das Lob, das motiviert.

      Grüße aus Mulege

      Antwort an mh

Trackbacks & Pingbacks

  1. von Kriegern und Hasen | Guerrero Negro und die Laguna Ojo de Liebre | PANAMERICANA {deluxe} Mai 21, 2014 (7:43 pm)

    […] de Liebre (übersetzt “das Auge des Hasen”). Wir schrieben ja bereits in unserem Big Sur Artikel dass die Wale nach Norden zogen und viele von ihnen kamen genau von dieser Ecke in […]

Meinungen, Kommentare, einfach mal grüßen? Nur zu..

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