Der Bryce ist nicht heiß | Kurztrip in den Bryce National Park

Der Bryce ist nicht heiß | Kurztrip in den Bryce National Park

Utah hat richtig viel zu bieten und es reiht sich schon fast ein Hammer National Park an den nächsten. Nach dem Zion NP stand also ein Abstecher zum Bryce National Park auf dem Programm.

// Der Weg ist das Ziel

Die Fahrt dorthin führt entlang eines tollen Scenic Drive mit vielen Möglichkeiten zum Rasten und Natur genießen. Allerdings geht es auch konstant nach oben, denn der Bryce liegt auf 2400 m. Zum Vergleich: Der Feldberg ist nur 1500 m hoch.

Als wir uns dem Gebiet langsam näherten stellten wir auf einmal fest dass etwas Abseits der Straße, hin und wieder kleinere Flecken mit Schnee lagen, was uns zu diesem Zeitpunkt doch etwas verwunderte zumal wir angenehme 20°C hatten. In einer Tankstelle amüsierten wir uns noch, dass hier Handschuhe und Schale verkauft wurden und ich tatsächlich in kurzer Hose unterwegs war. Je näher wir dem Park kamen umso dichter wurden allerdings die schneebedeckten Stellen und da es langsam Abend wurde und wir stetig an Höhe gewannen, sanken auch die Temperaturen gewaltig, so dass wir uns Gedanken über das Einfrieren unseres Frischwassersystems machten.

Trotz allem war die Natur ringsherum wieder einmal mehr spektakulär und mit all den kahlen, toten aber noch festverwurzelten Bäumen vor der imposanten Felskulisse unter blauem Himmel, atemberaubend. Die Zeit war auf unserer Seite, denn es war bereits nach 17:00 Uhr als wir das Toll Häuschen für den Parkeintritt passierten. Ein Schild wies darauf hin dass der Park offen und zugänglich ist und die Gebühr beim Herausfahren bezahlt werden soll. Wir machten einen kurzen Abstecher am (geschlossenen) Visitor Center um uns auf den Infotafeln und den ausgehangenen Karten einen Überblick zu verschaffen.

// Kälteschock

Mittlerweile war es schweinekalt geworden und wir konnten uns davon überzeugen dass unser Außenthermometer auch Minusgrade anzeigen kann. Minus! So ist das halt wenn man Off-season reist. Man hat sehr viele Vorteile aber das perfekte Sommerwetter gehört nicht dazu. Vermutlich aufgrund des Schnee sind auch nicht alle Gebiete offen und frei zugänglich was aber “eigentlich” kein Problem ist, da wir festgestellt haben dass das nach unserer Auffassung, mehr Empfehlungen als strikte Verbote sind.

Da langsam die Sonne unterging sind wir zum Overview Point gefahren und haben den Sonnenuntergang bei frostigen Temperaturen genossen. Wir trafen dort auch auf Fabian, ein Reisender aus Würzburg, und als wir uns von unserer gegenseitigen Tour erzählten brach er mir das Herz. Der Yellowstone National Park ist aufgrund des 2m hoch liegenden Schnees fast vollständig geschlossen und ein Besuch lohnt gerade definitiv nicht. Das waren schlechte Nachrichten aber wir sind dankbar dass wir es rechtzeitig erfahren hatten, denn wie immer wurde im Vorfeld nichts recherchiert und die Fahrt dorthin hätte einiges an Zeit in Anspruch genommen die wir nun “gespart” hatten.

Wir beschlossen auf dem Plateau den Bryce nicht näher zu bewandern und direkt weiter Richtung Canyonlands zu fahren weil wir auf diese Kälte absolut keinen Bock hatten.

Hit the Road, Kalle. Der nächste Park wartet schon.

Eine Wortmeldung bisher

Trackbacks & Pingbacks

  1. von Gemälden auf Stein, Himmlischen Inseln und toten Pferden | Capitol Reef, Canyonlands und Dead Horse | PANAMERICANA {deluxe} April 10, 2014 (9:43 pm)

    […] unserem Kurzabstecher in den Bryce, den wir ja nach Sonnenuntergang verlassen hatten, wollten wir nicht mehr zu weit fahren und so kam […]

Meinungen, Kommentare, einfach mal grüßen? Nur zu..

*

*

*Benötigte Felder Yo, bitte die notwendigen Felder ausfüllen

Neuigkeiten per Mail

Du möchtest exklusive Infos für Selbstfahrer und wir sollen dir Bescheid geben wenn was richtig krasses passiert?

werbung

Bis hier gefahren

1687 km

Aktueller Standort