Eine Stadt wie ein Schnaps | Besoffen in Tequila

Eine Stadt wie ein Schnaps | Besoffen in Tequila

Als wir bei einem Blick auf die Landkarte Tequila (Jalisco) entdeckten war sowas von klar – da gehen wir hin.

Ehrlich gesagt wussten wir bis dahin gar nicht, dass es neben dem Nationalgetränk, auch einen Ort mit diesem Namen gibt. Ich meine – es gibt ja auch keine Ortschaft “Bier” in Deutschland. Aber wenn dann würde ich da auf jeden Fall hin wollen.

Tatsächlich ist die Namensgebung nicht zufällig und der Agavenschnaps wurde nach dem Ort benannt. Wir sattelten also Kalle, um uns schnellstmöglich mit Tequila in Tequila besaufen zu können. Yeahr!

// Alles Agave oder was

Bereits vor dem Ortsschild sahen wir massenhaft Agaven Felder. Blaue Agaven, das sind die Pflanzen aus deren Fruchtfleisch der Mezcal gewonnen wird, welcher wiederum der Baustein für den bekanntesten Agavenschnaps – nämlich Tequila ist, wuchern hier sprichwörtlich soweit das Auge reicht.

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Agavenfelder in Tequila

Agavenfelder in Tequila

 

Die Stadt heißt Tequila und es werden dort Agaven angebaut bis der Arzt kommt .. man ist wenig überrascht, dass sich in Tequila selbst, alles um das Nationalgetränk dreht. Keine Ahnung wie viele Destillerien in Tequila ansässig sind aber es sind einige. Macht auch Sinn, denn seinen Agavenschnaps darf nur Tequila nennen, wer seine Tequileria in Jalisco (das ist der Bundesstaat) betreibt.

eine von vielen.. sehr vielen

eine von vielen.. sehr vielen

 

// süffiges Ambiente

Tequila ist auch abseits der vielen Tequilarias ein schmuckes Städtchen und wir fühlten uns echt wohl dort. Man könnte meinen, dass hier ein Tourist dem anderen die Klinke in die Hand drückt aber erstaunlicherweise ist dem nicht so. Es wird zwar wirklich überall Tequila in allen Variationen und Gefäßen verkauft, es gibt ein Museum das sich komplett dem Tequila widmet und es werden Touren zu Destillerien angeboten aber es hat sich offensichtlich nicht zu einem Wallfahrtsort für Alkoholiker entwickelt.

 

Wir sahen ausschließlich Mexikanische Touristen. Das liegt vermutlich daran, dass die anderen sich Besichtigungstouren buchen und ansonsten nicht weiter im Ort abhängen.

Da haben wir einen Vorteil. Wir haben uns mit Kalle mitten in die Stadt unter einen schönen Baum gestellt und dort einige Nächte verbracht und waren so immer mitten drin im Leben in Tequila.

 

// Köstlich

Natürlich kommt man nicht drum rum hier eine Führung in eine der hiesigen Fabriken zu machen, um den Vorgang der Tequila Herstellung einmal hautnah zu erleben. Wie gesagt war touristisch nicht wirklich viel los und wir hatten eine ausgiebige Privattour ganz für uns alleine. Wir haben ja nix gegen Touristen (Touristen sind immer nur die anderen) aber wir finden es einfach immer am geilsten wenn wir Dinge für uns allein haben und so bockte das richtig.

Ich könnte euch jetzt ja erzählen, dass die Agave nur einmal in ihrem Leben blüht und mindestens 9 Jahre wachsen muss bis die Pflanze geerntet und verarbeitet werden kann. Dass das Herz der Agave (Pina) über 24 Stunden im Ofen gart bevor sie zerkleinert und ausgepresst wird. Und dass der gewonnene Sirup anschließend in großen Silos ohne Zugabe von weiteren Stoffen gärt, bevor er seine Bestimmung erreicht hat und nach einer zweiten Destillation als Tequila abgefüllt wird oder, je nach Qualitätsstandard, nochmals (teilweise Jahre) in Eichenfässern gelagert wird.

Aber vermutlich interessiert euch das nicht und wenn, kann man das an anderer Stelle sicher korrekter nachlesen.

Daher zeigen wir euch einfach ein paar Bilder von der Tour:

 

Das ist auch heutzutage noch kein Job für Luschis aber früher war das richtig harte Knochenarbeit. Da sah das ganze so aus.

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Die Destillerien sind echt riesig und ein enorm wichtiger Arbeitgeber. Die haben auf dem Gelände sogar nen eigenen Fußballplatz und mehrere Mannschaften. Irre! Klare Sache, dass viele der Arbeiter direkt mit ihren Familien auf dem Firmengelände wohnen.

Schon übel irgendwie, sehen echt nix anderes. Aber gut, man kann sich den Tag immerhin schön saufen.

// Studienfahrt

Nach dem wir im Dienst der Wissenschaft gesoffen haben, wir mussten ja wissen wie sich die unterschiedlichen Sorten im Geschmack unterscheiden, konnten wir herrlich in der ruhigen Stadt entspannen.

Ein bisschen an den Agavenfeldern vorbeilaufen und das geilste Tor Mexicos finden, den Faßbauern bei der Arbeit zuschauen und den Mariachi beim Liedchen trällern zuhören. So kann ein Tag ausklingen. Über den nächsten Morgen reden wir aber lieber nicht.

 

Ich ließ es mir nicht nehmen hier eines der wirklich super wenigen Souvenirs mitzunehmen die wir unterwegs besorgen und kann zukünftig meinen Shot immer aus einem Orginal Tequila Glas aus Tequila kippen. Classic!

Eine Wortmeldung bisher

  1. Steffen Bayer via Facebook Autor August 14, 2014 (4:21 pm)

    Verhält sich genauso in Brasilien mit dem Pitu. Den kennt man zwar dort, ist aber bei denen die billigste Plörre. Prost Deutschland :-)

    Antwort an Steffen Bayer via Facebook

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