Chabos wissen wer der Babo ist | Cabo San Lucas und San Jose del Cabo

Chabos wissen wer der Babo ist | Cabo San Lucas und San Jose del Cabo

Wer hätte es geglaubt? Wir sind tatsächlich am Südlichsten Punkt der Baja California Sur angelangt. Die Touristenmetropole Cabo San Lucas steht vor allem bei US-Amerikanern hoch im Kurs und macht ihrem Ruf als Partystadt alle Ehre.

Das Zentrum besteht quasi ausschließlich aus Bars, Diskotheken, Souvenir- bzw. Klamottenläden und Restaurants. Die verbleibenden Lücken füllen ein paar Einkaufszentren und Schnapsläden. Garniert wird das ganze von einer bombastisch beschallten Strandmeile an der sich Hotel an Hotel reiht.

Kokain und Mädchen werden im vorbei gehen angeboten. Doch für Sex bezahlen muss eigentlich keiner..

 

// Im Hostel ist man selten allein

Als wir in Cabo San Lucas eingefahren sind haben wir uns erst mal zum Wahrzeichen der Stadt aufgemacht. Es handelt sich um einen Steinbogen der majestätisch in Küstennähe thront. Spätestens wer die USA Beiträge gelesen hat weiß ja, dass man diese imposanten Gebilde Arches nennt. Dieser Arch ist allerdings nicht per Fuß sondern nur per Wassertaxi erreichbar. Da die Sonne langsam unterging und wir noch keinen Schlafplatz hatten begnügten wir uns fürs erste aber mit einem Blick aus der Ferne.

Das auffinden eines Schlafplatzes gestaltete sich aber schwieriger als erwartet. Wie erwähnt ist in der Stadt ganz schön was los und ein flauschiges Plätzchen, wie wir es gewohnt sind war auf die Schnelle nicht aufzutreiben.

Obwohl wir eigentlich zentral bleiben wollten, mussten wir also ein gutes Stückchen fahren und haben uns auf einem Berg über der Stadt eingenistet. Der Platz war wirklich nur zum schlafen gut, an Ausflüge zu Fuß war von dort aus nicht zu denken.

Wir entschieden uns also dafür, online nach einem Hotel zu suchen. Aufgrund der Preislage befanden wir das Baja Cactus Hostel als geeignet. Vor allem die zentrale Lage ist nicht zu schlagen.

Der Host, Manu, war super freundlich. Er und seine Perle hatten kürzlich geheiratet und die Hochzeitsreise sollte nach Deutschland gehen. Wir kamen da natürlich gerade recht. Annette die in Deutschland ja schon an so manchem Ort gewohnt hat, suchte tolle Angebote, klärte die beiden über Bus und Zugreisen in Deutschland auf und gab allgemeine Tipps für Sehenswürdigkeiten. Wir waren also durchaus gern gesehene Gäste.

Zudem machten wir uns im Hostel schnell beliebt indem wir direkt am ersten Abend eine Roof-Top Grillparty schmissen. Wir besorgten Alkohol, Eis, Fleisch, Brötchen und noch mehr Alkohol. Annette zauberte noch einen Salat und wie erwartet wurde die Runde äußerst gesellig.

Die Crowd bestand aus Paul aus New York, Adam aus Australien, Andi der eigentlich aus Berlin kommt aber seit zwei Jahren nicht mehr in Deutschland war und uns beiden.

Zu später Stunde gingen wir in Feierlaune dann auf die Pirsch und begutachteten das Nachtleben. Nachdem wir in einer Bar übel abgezockt wurden, gingen wir in die nächste – wurden wieder abgezockt und beschlossen dann, dass es jetzt Zeit ist zu tanzen. Unsere Begleiter hatten mittlerweile auch weiblichen Beistand und so gingen wir alle als Pärchen in die Zappelbude.

Hier verlor sich dann langsam die Spur aber wie wir am nächsten Morgen bzw. Mittag  – oder ehrlicherweise – Abend feststellen konnten, fanden sogar mehr Gäste ins Hostel zurück als raus gingen. Gepriesen sei der Alkohol!

Wir wiederholten diese Zeremonie dann nochmals in abgeschwächter Form, ließen die Tage aber ansonsten ohne nennenswerte Eskapaden verstreichen.

kleiner Hafen in Cabo

kleiner Hafen in Cabo

 

// Ballermann der Baja

Relaxen in Cabo San Lucas ist sicherlich möglich, nur wissen wir nicht wo das gehen soll. Also wer chillen möchte sollte woanders hin gehen (Stichwort: Todos Santos). Aber wer feiern will, muss nicht weitersuchen. Die Party geht direkt am Strand los.

Der Strand ist offensichtlich in Abschnitte unterteilt, die jeweils dem Hotel dahinter gehören. Entsprechend sind die Stühle, Tische und Strandbars aufgebaut. Aus den Boxen pumpen die neuesten Ballermann und Ibiza Hits und die Schmuckverkäufer versuchen die besoffenen, hautverbrannten Gringos nach allen Regeln der Kunst, auszunehmen.

Jetskis stehen bereit und Stellen, an denen man schwimmen kann, ohne sich sorgen zu müssen von einem besoffenen Vollproll (ich nehm mich da nicht aus) angefahren zu werden, sind mit Bojen und Seilen abgezäunt.

Uns nimmt das jede Idylle und genaugenommen wirkt es eher wie ein Tatort.

Außer den Jetskis gibt es natürlich Bananenboote und sonstigen Schnickschnack aber auch Großkalibriges. Die fetten Kreuzfahrtschiffe ankern wenige hundert Meter vor der Anlage und schiffen die Besucher im Akkord ans alkoholgetränkte Ufer.

 

Kann man alles machen und ich bin bestimmt kein Kind von Traurigkeit, nur entweder werden wir wirklich zu alt oder wir hatten einfach noch nen Hangover. Wir hatten auf dieses Getümmel auf jeden Fall keine Lust mehr und machten uns auf, die Nachbarstadt San Jose del Cabo, zu besuchen.

 

// Ruhige Kugel

So viel Tumult in Cabo san Lucas war, so viel Ruhe hat man in San Jose del Cabo. Und das nicht weil die Schwesterstadt jetzt so viel kleiner wäre. Es herrscht dort einfach eine andere Stimmung. Es gibt auch dort Souvenirgeschäfte, Schmuckläden und Klamotten ohne Ende aber die Leute versuchen dich nicht mit plumpen, nervigem Geschwafel oder wildem Gefuchtel in den Laden zu locken. “Wer was will, der wird schon reinkommen” scheint die gesunde Devise zu lauten.

 

Das zieht sich durch die ganze Stadt und das obwohl hier einiges verkauft wird. Ähnlich wie Todos Santos ist hier nämlich auch das Kunsthandwerk von entscheidender Bedeutung.

Während wir in Todos Santos aber eher nüchtern auf die Waren blickten, flasht uns der Kram hier in San Jose ganz ordentlich.

Einige Teile sind offensichtlich wirklich von den Meistern ihres Fachs gefertigt. Man findet kleine Skulpturen, detailreich verziert und filigran gearbeitet, Schnitzereien die mir beim puren Betrachten die Ehrfurcht in die Glieder treiben, Gemälde die um dezente 3D Elementen erweitert wurden, Figuren und Formen die mit kleinen bunten Perlen beklebt wurden und vieles mehr mit dem wir uns persönlich gern Kalle schmücken würden wenn es denn ginge.

Ich war kurz davor mir ein mega geilen verzierten Totenkopf aus Ton zu kaufen aber während manchen Betrachtern möglicherweise das Design schaudern lässt, war es bei mir der Preis. Nicht nur für Mexikanische Verhältnisse wird hier ordentlich ins Portemonnaie gegriffen. Man ist offensichtlich betuchte Touristen aus Nordamerika gewohnt.

 

// Schon wieder Magisch

Es wird nun wirklich Zeit aufs Mexikanische Festland überzusetzen und deshalb fahren wir zurück in Richtung La Paz. Wir entscheiden uns die andere Seite der Baja California Sur zu fahren und stoßen unterwegs auf ein kleines Örtchen mit dem schönen Namen Buenavista. Na, wenn das nicht einladend klingt.

 

Wir fanden eine schöne Strandzufahrt und verdammt, wir sind schon wieder Tagelang kleben geblieben. Ein Blick auf die Landkarte zeigte, dass die Ortschaft fast exakt auf der gleichen Höhe liegt wie der geile Strand bei Todos Santos.

Irgendwas ist auf diesem Breitengrad was einfach voll unsere Sensoren kapert.

Der Strand war erneut mega geil und zu unseren üblichen Beschäftigungen kam nun auch noch Kubb. Kubb (auch Schwedenschach genannt) ist ein Geschicklichkeitsspiel was man auch hin und wieder auf Festivals zu sehen bekommt. Wir haben uns das Spiel mit Holzstücken aus dem Baumarkt gebaut und vertreiben uns damit gerne die Zeit.

 

Annette macht Yoga, ich inspiziere verfallene Häuser und am Abend philosophieren wir über dies und das, während die Sonne sich langsam schlafen legt.

 

// Jetzt aber wirklich

Ob wir es irgendwann mal noch auf die Fähre schaffen.. Ich will ja nicht spoilern, aber ja! Im nächsten Bericht gehts aufs Mexikanische Festland. Yippy!

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